Bei der Reise durch Europa kommt man an vielen Mautstellen vorbei.

Wer mit dem Auto in den Urlaub verreist, hat den großen Vorteil, stets mobil zu sein und alle Sehenswürdigkeiten flexibel zu erreichen. Dennoch bringt eine Reise mit dem Auto auch einige Kosten mit sich. Insbesondere die Mautgebühren in Europa sind in einigen Ländern nicht zu unterschätzen. Wir stellen Ihnen nachfolgend vor, was Sie erwartet, wenn Sie die Grenzen passieren.

Das sollten Autoreisende über die Maut wissen

Nicht wenige Länger in Europa verlangen für die Nutzung ihrer Autobahnen und Straßen Gebühren. Die Preise weichen zum Teil stark voneinander ab. Damit man als Reisender genau weiß, was einen auf der nächsten Fahrt ins Ausland mit dem Auto erwartet, stellen wir im Verlauf des Artikels eine kleine Übersicht einiger Urlaubsländer vor.

Grundsätzlich erheben die meisten Länder Pauschalbeträge als Mautgebühr, wie beispielsweise die Schweiz in Form einer Vignette. Diese wird innen an die Windschutzscheibe geklebt wird. Vor allem im Süden und Westen Europas, die als klassische Urlaubsländer gelten, müssen Autofahrer teilweise mit hohen Gebühren rechnen. Allerdings haben inzwischen auch immer mehr osteuropäische Länder haben die Maut eingeführt. Im Durchschnitt sind allerdings die spanischen Autobahnen die teuersten, während es in Skandinavien nur selten Gebühren gibt, wie beispielsweise in Norwegen.

Wer dennoch möglichst günstig am Reiseziel ankommen möchte, kann durchaus auch Umwege fahren. Italien bietet beispielsweise oft alternative Routen an. Damit haben Sie auch die Möglichkeit, unterwegs in kleinen Ortschaften eine Pause einzulegen und die Landschaft zu genießen. Wer also genug Zeit hat, für den ist diese Lösung unter Umständen die richtige.

Diese Kosten fallen für die Maut an

Innerhalb der EU gibt es in mehr als zehn Ländern eine routenbezogene Maut. Dazu gehören unter anderem Italien, Frankreich, Polen, Kroatien, Spanien und Portugal. Doch auch in Mazedonien, Norwegen, der Türkei oder in Bosnien fallen Kosten an. Wichtig hierbei: Nicht immer sind alle Autobahnen mautpflichtig, sondern oft nur viel frequentierte Strecken. Die Bezahlung erfolgt - abhängig vom Land - beim Auffahren auf die jeweilige Straße. Einige Länder nutzen auch elektronische Bezahlsysteme oder es fallen Sonderkosten für Tunnel, Pässe oder Brücken an. In acht Ländern muss derzeit eine Vignette für die Autobahn gekauft werden, die unter anderem an Tankstellen, Landesgrenzen oder auch in Postämtern erhältlich sind.

Bulgarien

In Bulgarien gilt Vignettenpflicht für Autofahrer. Kraftfahrzeuge bis zu 3,5 t (außer Motorräder) erhalten entweder eine kostenlose Tagesvignette oder müssen eine Wochen-Vignette zu 8 € erwerben. Zudem gibt es eine Monatsvignette zu 15 € oder eine Jahresvignette zu 50 €. Hinzu kommen in Bulgarien Zusatzkosten für Tunnel, Brücken oder Fähren. Seit 2019 ist die Vignette nur noch online oder direkt an der Landesgrenze erhältlich.

Frankreich

Bei der Ein- oder Ausfahrt von Autobahnen fallen Mautgebühren für alle Fahrzeuge an. Diese betragen pro Kilometer zwischen 0,07 € und 0,16 €. Dazu kommen Zusatzkosten für einige Tunnel, Brücken oder Fähren. Die Stadtautobahnen von Paris, Marseille, Lyon und Bordeaux sowie auch einige Autobahnen im Elsass und in der Bretagne sind kostenfrei nutzbar. Am besten lässt sich dies an den Schildern erkennen: Blaue Schilder sind auf Autobahnen vorhanden, auf Nationalstraßen sind sie dagegen grün und in den Stadtgebieten weiß.

Griechenland

Bei der Ein- und Ausfahrt auf Autobahnen und Schnellstraßen fallen Gebühren an. Dabei kostet eine einfache Fahrt auf den meisten Abschnitten zwischen 2,20 € und 17,00 € (je nach Streckenabschnitt). Dazu kommen in einigen Landesteilen Mautgebühren für Tunnel, Brücken und Fähren. Fähren zu den griechischen Inseln sind immer kostenpflichtig.

Italien

Bei der Ein- und Ausfahrt der Autobahn oder Schnellstraße fallen in Italien fast überall Gebühren an. Abhängig von der Route betragen die Gebühren zwischen 1,70 € und 32,90 €. Dazu kommen Sondergebühren für Tunnel, Brücken oder auch Fähren. In Bologna, Palermo und in Mailand fallen für die Tangenziale (Umgehungsstraßen) Extrakosten an. Das historische Zentrum von Rom ist grundsätzlich für den Autoverkehr gesperrt. Superstrade (Schnellstraßen) sind in Italien kostenfrei nutzbar, führen aber vielerorts über holperige Überlandstraßen und nehmen deutlich mehr Zeit in Anspruch.

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Kroatien

Für die Ein- und Ausfahrt von Schnellstraßen und Autobahnen fällt Maut an, alle anderen Straßen sind kostenfrei. Die Gebühren betragen je nach Strecke zwischen 0,95 € und 17,30 €. Dazu kommen in einigen Regionen Sondermauten für Tunnel und Brücken oder Fähren.

Österreich

Die Vignette in Österreich ist Pflicht. Die Kosten für KfZ bis zu 3,5 t (außer Motorräder) betragen dabei für 10 Tage 9,20 €, für zwei Monate 26,80 € und für ein Jahr 89,20 €. Die Vignette wird am besten links oben innen an der Windschutzscheibe oder auch direkt unter dem Rückspiegel in der Mitte angebracht. Wichtig: Eine Österreich Vignette muss jederzeit von außen gut sichtbar sein und darf sich nicht im getönten Scheibenbereich befinden. Dazu kommen in Österreich vielerorts zusätzliche Mautgebühren für Tunnel, Brücken und mitunter auch für Schnellstraßen.

Schweiz

Die Vignette in der Schweiz ist Pflicht. Diese kann auch in Deutschland vielerorts erworben werden, wie beispielsweise an Tankstellen. Der Preis beträgt derzeit 39 € und berechtigt die Nutzung Schweizer Autobahnen für das laufende Jahr. Zusätzliche Maut in der Schweiz fällt für einige Straßentunnels an, wie beispielsweise für den Großen St. Bernhard oder auch für den Mint-la-Schera-Tunnel. Für den Furkatunnel und den Lötschberg-Tunnel gelten tages- und saisonabhängige Tarife. Die wichtigste Nord-Süd-Passage, der Gotthardpass sowie der Gotthardtunnel, sind dagegen kostenfrei.

Slowenien

In Slowenien gilt Vignettenpflicht. Die Preise für KfZ bis zu 3,5 (außer Motorräder) betragen für eine Woche 15 €, für einen Monat 30 € und für ein Jahr 110 €. Gültig ist die Vignette für Autobahnen und Schnellstraßen. Wichtig ist, keinesfalls auf diese zu verzichten, denn es werden regelmäßige Polizeikontrollen durchgeführt. Am Karawankentunnel fallen für Autofahrer pro Strecke 7,40 € an.

Symbolbild zum Maut Rechtsstreit.

 

Mautgebühren nicht bezahlt: Hohe Bußgelder

Es steht außer Frage, dass Mautgebühren in Europa und Vignetten in Europa auf einer Reise schnell sehr teuer werden können. Dennoch sollten diese Kosten unbedingt einkalkuliert werden, wenn man vorhat, nicht auf kostenfreie Alternativrouten auszuweichen. Wer keine Vignette erwirbt, muss insbesondere in der Schweiz mit sehr hohen Bußgeldern von mehreren hundert Euro rechnen. Selbst in Slowenien werden dafür inzwischen 800 € kassiert. Auch die digitale Maut oder die digitale Vignette wird kontrolliert. Dafür werden vielerorts elektronische Kontrollposten aufgestellt, wie beispielsweise in Norwegen. Wer sich nicht registriert hat, erhält dann spätestens nach seinem Urlaub Post mit einer Rechnung. Da regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden und auch die Beamte an den Grenzen sehr genau hinsehen, sollte man das Risiko also nicht eingehen.

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