Blitzer stehen überall in Deutschland verteilt.

Jedem Autofahrer passiert es früher oder später: Er oder sie wird bei einer Fahrt geblitzt. Das bedeutet in der Regel einen Bußgeldbescheid. Mit Pech zieht das Fehlverhalten außerdem Punkte im Flensburger Fahreignungsregister und den zeitweisen Entzug der Fahrerlaubnis nach sich. Was die weiteren Folgen eines Blitzerfotos sein können, schauen wir uns genauer an.

Das erwartet Sie in diesem Artikel

(Lesedauer ca. 5 Min.)

Was ist eine Ordnungswidrigkeit, was eine Straftat?

Fakt ist: Normale Geschwindigkeitsüberschreitungen sind nicht als strafrechtlich relevant einzuordnen. Bei einer Geschwindigkeitsübertretung unter Drogen oder Alkohol sieht es aber anders aus. Dieser Straftatbestand könnte allerdings nur unmittelbar vor Ort nachgewiesen werden.

Im Verkehrsrecht wird klar zwischen Verkehrsdelikten bzw. verkehrsbezogenen Straftaten und einfachen Ordnungswidrigkeiten unterschieden. Obwohl Fahrzeugführer sich bei beiden bestraft fühlen, wird laut Strafgesetzbuch (StGB) lediglich eine Verkehrsstraftat mit Strafen belegt. Der Begriff "Blitzer Strafe" müsste also korrekt "Blitzer Bußgeld" lauten.

Ein Bußgeld kann durch Punkte in Flensburg und Fahrverbote ergänzt werden, wenn die Geschwindigkeitsüberschreitung bestimmte Grenzen übertrifft. Wer z.B. mit Tempo 100 in einer 30er Zone geblitzt wird, hat andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst in hohem Maße gefährdet. 800 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot sind die Quittung für dieses Fehlverhalten.

Wann lohnen Einsprüche gegen Bußgeldbescheide?

Ob sich ein Einspruch lohnt oder nicht, ist nicht pauschal zu beantwortet. Hier sind viele Faktoren relevant, wie die Höhe des Bußgeldes oder auch der Standort des Blitzers. Bei höheren Summen, Punkten in Flensburg und Fahrverboten entscheiden die jeweiligen Umstände über Erfolg und Misserfolg eines Einspruchs. Die Chance auf Erfolg ist meistens sehr gering. Wenn Sie allerdings das Gefühl haben, dass der Blitzer an einer ordnungswidrigen Stelle platziert war, z.B. zu nah am Ortschild, könnte sich eine Einschätzung lohnen.

Fakt ist: Eine Blitzer Strafe erfolgt nicht nach willkürlichen Maßstäben. Vielmehr wird das Bußgeld gemäß den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung (StVO) und dem Bußgeldkatalog (BKatV) festgesetzt.

Wie hoch ist der Toleranzabzug?

Geblitzte Temposünder werden zur Verantwortung gezogen. Messgeräte können jedoch fehlerhaft sein. Das erklärt Toleranzabzüge zugunsten von Temposündern.

Der Toleranzanzug richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Werden Tempolimits unter 100 km/h angezeigt, ist ein Toleranzabzug von drei km/h zu erwarten. Bei Höchstgeschwindigkeiten über 100 km/h sind es drei Prozent. Ein Toleranzabzug von fünf km/h oder fünf Prozent wird nur fällig, wenn die Geschwindigkeitsüberwachung durch Hinterherfahren mit einem mobilen Blitzer vorgenommen wird.

Innerorts stehen häufig Messgeräte die Ihre aktuelle Geschwindigkeit anzeigen.

Warum sind Bußgelder innerorts höher als außerorts?

Innerorts fallen Bußgelder für zu schnelles Fahren höher aus. Wer in einer 30er Zone geblitzt wird, kassiert ein höheres Bußgeld. Wenn ein Fahrzeugführer durch einen Blitzer innerorts Strafe zahlen muss, lohnt ein Einspruch meist nur bei Tempo-Übertretungen jenseits der 30 km/h. Das Fahrtempo muss in geschlossenen Ortschaften, ausgewiesenen 30er Zonen, Spielstraßen und verkehrsberuhigten Einkaufsstraßen angepasst werden.

Ein Blitzer Bußgeld von 115 und 180 Euro droht schon, wenn Sie mit 20 km/h zu viel durch eine Ortschaft fahren. Bei einer Tempo-Überschreitung von 30 km/h innerorts drohen 260 bis 800 Euro Blitzer Strafe. Zusätzlich werden zwei Punkte in Flensburg eingetragen. Ein Fahrverbot von einem bis drei Monaten fällt außerdem ins Gewicht. Bei einem Rotblitzer, der Rotlichtverstöße registriert, können 360 Euro fällig werden.

Rotblitzer überwachen Verkehrsampeln. Unter der Fahrbahn verlegte Induktionsschleifen registrieren den Druck von Fahrzeugen, die trotz roter Ampel nicht anhalten. Ein Rotblitzer kann sogar ermitteln, wie lange die Verkehrsampel schon auf Rot stand. Ein einfacher Rotlichtverstoß stellt eine Ordnungswidrigkeit, ein schwerer jedoch eine Straftat dar. Laut § 315c StGB droht bei schweren Rotlichtverstößen kein Blitzer Bußgeld, sondern eine Geld- oder Haftstrafe.

Hat der Blitzer außerorts angeschlagen, ist das Bußgeld niedriger. Der Gefährdungspotenzial wird unterschiedlich bewertet.

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Wie hoch werden Blitzer Kosten auf der Autobahn?

Auf Autobahnen gelten in der Regel höhere Tempovorgaben. Das Blitzer Bußgeld kann bei Tempoüberschreitungen außerorts wie folgt ausfallen:

Geschwindigkeitsüberschreitungen von

  • 10 km/h kosten 20 Euro
  • 11-15 km/h kosten 40 Euro
  • 16-20 km/h kosten 60 Euro
  • 21-25 km/h kosten 100 Euro und einen Punkt in Flensburg
  • 26-30 km/h kosten 150 Euro und einen Punkt in Flensburg
  • 31-40 km/h kosten 200 Euro und einen Punkt in Flensburg
  • 41-50 km/h kosten 320 Euro und 2 Punkte in Flensburg, außerdem wird 1 Monat Fahrverbot verhängt
  • 51-60 km/h kosten 480 Euro und 2 Punkte in Flensburg, außerdem wird 1 Monat Fahrverbot verhängt
  • 61-70 km/h kosten 600 Euro und 2 Punkte in Flensburg, außerdem wird 2 Monat Fahrverbot verhängt.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 70 km/h, bei der ein Blitzer außerorts oder auf der Autobahn anschlug, fällt eine Blitzer Strafe von 700 Euro an. Außerdem werden zwei Punkte nach Flensburg gemeldet und ein dreimonatiger Entzug der Fahrerlaubnis verhängt.

Fahrverbote hängen übrigens davon ab, ob man binnen eines Jahres zweimal bei einer Übertretung von Tempolimits erwischt wurde. Fahrverbote können daher auch bei wiederholten Tempoüberschreitungen von 26 bis 40 km/h drohen.

Für geblitzte Autobahn-Drängler kann sogar der Tatbestand der Nötigung nachgewiesen werden. Das stellt gemäß § 240 StGB einen Straftatbestand dar.

Was gilt für Fahranfänger?

Fahranfängern wird eine Probezeit von zwei Jahren angerechnet. Regelmissachtungen und Verkehrsverstöße, die in diesen Zeitraum fallen, können die Probezeit jedoch um weitere zwei Jahre verlängern. Die Frage ist, ob es sich um eine weniger schwerwiegende Missachtung der Verkehrsregeln handelte oder sogar eine schwerwiegende - einen sogenannten A-Verstoß. Abstands, Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstöße ab 21 km/h zu viel gelten als A-Verstöße.

Schon beim ersten A-Verstoß wird die Probezeit um zwei Jahre verlängert. Zudem muss der Fahranfänger einen Aufbaukurs absolvieren. Der zweite A-Verstoß zieht als Blitzer Strafe eine Verwarnung nach sich. Zudem wird eventuell eine verkehrspolitische Beratung verordnet. Beim dritten A-Verstoß, der durch einen Blitzer festgehalten wird, wird der Führerschein eingezogen.

Darf eine Blitzer App genutzt werden?

Eine Blitzer App warnt Autofahrer vor Radarfallen. Das ist verboten. Die Nutzung von Blitzer Apps ist dennoch weit verbreitet. Autofahrer warnen sich zudem durch Lichtsignale gegenseitig vor Blitzern.

Verkehrspolizisten haben grundsätzlich bei einfachen Tempoverstößen keine Handhabe, Smartphones einzuziehen und auf App-Nutzungen zu untersuchen.

Wer dennoch, z.B. bei einer Verkehrskontrolle, mit sichtbarer Blitzerapp erwischt wird, dem droht ein Bußgeld von 75 Euro und ein Punkt in Flensburg. Auch Beifahrern ist die Nutzung der App während der Fahrt nicht gestattet.

Werden Sie grundsätzlich während der Handynutzung geblitzt schlägt das mit mindestens 100 Euro zu Buche. Der Fahrer muss zudem mit ein bis zwei Punkten im Flensburger Fahreignungsregister rechnen. Er hat gleich zwei Regelverstöße zu verantworten.

Fazit

Tempoverstöße können teuer werden. Illegale Blitzer Apps oder eine Smartphone-Nutzung beim Fahren kommen geblitzte Autofahrer teuer zu stehen. Bußgelder, Punkte in Flensburg und das Risiko eines Führerscheinentzugs sollten verantwortungsvolle Fahrzeugführer nicht bewusst in Kauf nehmen.