Der Zustand eines Fahrzeuges wird nach der Rückgabe zur Leasinggesellschaft von einem Gutachter überprüft.

Für jene, die immer das neueste Automodell fahren wollen, ist Leasing wohl die beste Möglichkeit, etwas Geld zu sparen. Auch für Autofahrer, die ein Auto lieber in monatlichen Raten bezahlen als den vollen Verkaufspreis auf einmal, ist dies sehr vorteilhaft. Doch wenn der Vertrag ausläuft und man sein geleastes Auto zurückgeben möchte, kommen einige Fragen auf. Was muss man bei der Rückgabe alles beachten? Was passiert, wenn man das Leasingauto noch vor dem Vertragsende zurückgeben möchte? Und was muss man bei den unterschiedlichen Vertragstypen vor der Rückgabe alles beachten?

Das erwartet Sie in diesem Artikel

(Lesedauer ca. 5 Min.)

Besitzer nach Ende des Vertrages

Ein Leasing kann man mit keinem Ratenkauf vergleichen, da der monatlich gezahlte Betrag ein Nutzungsbetrag ist. Deshalb sind Sie während der Vertragsdauer und auch danach nicht der Eigentümer des Wagens, sondern die Leasinggesellschaft. Vor Vertragsbeginn kann festgelegt werden, ob der Leasingnehmer das Fahrzeug nach Vertragende potenziell kaufen kann. Dafür muss im Vertrag eine Kaufoption oder ein Ankaufsrecht vorhanden sein. Ansonsten geht das Kfz nach Vertragsende an den Händler zurück.

Leasing Auto zurückgeben – Vertragstypen

Beim Autoleasing gibt es verschiedene Leasingverträge, die Unterschiede bei der Rückgabe des Autos haben. Je nachdem, was im Vertrag steht, können Extrakosten nach Vertragsschluss aufkommen. Doch Sie können auch keine zusätzlichen Kosten haben oder sogar einen Betrag von der Leasinggesellschaft rückerstattet bekommen.

Kilometerleasing

Der Autofahrer darf die vorher vereinbarten Kilometer mit dem Auto fahren. Fährt er mehr, als vertraglich vereinbart wurden, muss er diese extra Kilometer zusätzlich bezahlen. Sofern weniger Kilometer gefahren worden sind, bekommt er Geld zurück. Außerdem muss der Leasingnehmer etwas bezahlen, wenn das Fahrzeug eine übermäßige Abnutzung aufweist, was aber sehr relativ zu sehen ist. Wenn es entsprechend des Alters und der Laufzeit abgenutzt ist, wird nichts berechnet. Auch normale Benutzungsspuren wie kleine Kratzer oder kleine Dellen sind in der Regel kein Problem. Je nachdem wie hoch der vereinbarte Kilometerstand ist, variiert die monatliche Leasingrate beim Auto.

Restwertleasing

Bei diesem Vertrag trägt der Autofahrer das Risiko, dass der Restwert des geleasten Autos niedriger ist, als vereinbart wurde. Ist der Restwert tatsächlich niedriger, muss der Leasingnehmer für diese Differenz aufkommen. Ist der Wert gleich wie der vertraglich vereinbarte Restwert, muss man nichts zahlen. Bei einem höheren Restwert bekommt der Autofahrer normalerweise 75% des Mehrerlöses ausbezahlt. Die restlichen 25% bekommt die Leasinggesellschaf. Diesen Betrag kann der Fahrer aber häufig zurückerhalten, wenn er einen neuen Leasingvertrag abschließt.

Vertrag mit Andienungsrecht

Eine Variante des Restwertleasings ist das Andienungsrecht. Hier kann die Leasinggesellschaft verlangen, dass bei einem geringeren Restwert das Auto vom Leasingnehmer gekauft werden muss. Dieses Ankaufsrecht besteht aber nur, wenn das vorher vereinbart worden ist. Wenn der Restwert des Autos sehr niedrig kalkuliert wurde, denken Leasingnehmer, dass sie das Auto zum billigen Preis kaufen können, doch häufig wird das Auto zu einem höheren Wert verkauft.

Leasing Rückgabe mit Schäden

Bevor Sie Ihr geleastes Auto an den Händler zurückgeben, beachten Sie einige Punkte, damit Ihre Erfahrungen mit der Leasing Rückgabe nicht negativ sind. Entstandene Schäden am Auto sind sehr häufig Streitpunkte, wodurch Sie viel Geld verlieren können, da der Restwert des Fahrzeuges sinkt.

Prüfer und Kunde begutachten das Protokoll eines Fahrzeuges.

Unabhängige Prüfer können den Zustand des Leasingfahrzeuges neutral einschätzen.

Dokumentieren des Autozustandes

Da Gutachter bei Händlern oder Gesellschaften meist nicht unabhängig beurteilen, ist es von Vorteil, wenn Sie mit Ihrem Auto zu einem eigens ausgesuchten Sachverständigen gehen. Dort können Sie die Schäden dokumentieren und begutachten lassen.

Zeugen

Damit Sie mit Ihrer Meinung nicht allein dastehen, nehmen Sie Zeugen bei der Rückgabe des Leasingautos mit.

Bilder machen

Vor der Rückgabe sind alle entstandenen Schäden durch Fotos zu dokumentieren. Sowohl Schäden außen als auch innen im Fahrzeug sollen fotografiert werden. Vor allem größere Mängel sind genauestens festzuhalten.

Mängelprotokoll

Bei der Rückgabe bekommen Sie oft sofort ein Mängel- und Rückgabeprotokoll, das Sie unterschreiben sollen. Doch Vorsicht! Lesen Sie es gut durch, da Sie sonst gleichzeitig Nachzahlungen für etwaige Schäden anerkennen.

Restwertklausel

Die Restwertklausel kann unzulässig sein, wenn der Restwert am Vertragsbeginn zu hoch angesetzt wurde und die Differenz beim Restbetrag zu hoch ist.

Neues Auto leasen

Wenn Sie Ihr altes Leasing Auto zurückgeben und ein neues leasen lassen wollen, können Sie mit dem gleichen Händler verhandeln und vereinbaren, dass für das vorherige Auto keine Nachforderungen geltend gemacht werden können.

Leasing Auto kaufen oder zurückgeben?

Leasingvertrag verlängern

Nach Ablauf des Leasingvertrages können Sie den Vertrag verlängern, wenn Sie mit dem Fahrzeug zufrieden sind. Bei einem neuen Leasingvertrag wird der Kilometerstand angepasst, genauso die Kilometergrenze und eine neue Rate wird berechnet.

Kauf

Vorab sollte geklärt werden, ob das Auto nach Vertragsende gekauft werden kann. Bei der Schlussrate des abgelaufenen Vertrages ist der Betrag enthalten, der noch zu leisten ist, wobei dies von den gefahrenen Kilometern oder dem Restwert des Autos abhängt.

Auto zurückgeben

Natürlich können Sie das Leasingauto nach dem Ende auch zurückgeben. Dies ist vor allem attraktiv für jene Personen, die ein Auto nur für einen kurzen Zeitraum suchen.

Neues leasen

Sie können Ihr altes geleastes Auto an den Händler zurückgeben und einen neuen Leasingvertrag mit einem anderen Auto abschließen.


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Rückgabe bei anderem Händler

Es besteht die Möglichkeit, das geleaste Fahrzeug an einen anderen Händler zu verkaufen. Dies ist für Sie dann hilfreich, wenn der Restwert des Leasingautos zu niedrig vom Leasinggeber eingestuft wird.

Leasing Auto vorzeitig zurückgeben

Es besteht für ein Leasingauto eine festgesetzte Vertragsdauer, die nicht vorzeitig abgebrochen werden kann. Die häufigste Vertragsdauer beläuft sich auf 12, 24 oder 36 Monate. Erst nach Ablauf dieser Zeit, endet der Vertrag. Man kann das Auto nicht bereits vorher zurückgeben oder sich aus dem Vertrag herauskaufen. Nur der Leasinggeber kann diese Vereinbarung aus einem triftigen Grund kündigen. Manchmal besteht die Möglichkeit, dass ein anderer Vertragsnehmer das Auto zu den gleichen Konditionen noch während der Vertragsdauer übernimmt.

Leasing Rückgabe Versicherung

Für ein geleastes Auto müssen Sie selbst für die Kfz-Versicherung und die Kfz-Steuer aufkommen, wobei manche Leasinggeber verlangen, dass eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen wird. Das Fahrzeug muss immer in einem gepflegten Zustand sein und kleine Mängel sollten sofort repariert werden. Das muss der Leasingnehmer selbst bezahlen. Außerdem kommen zusätzliche Kosten wie der Öl-Wechsel, eine regelmäßige Autoinspektion und Hauptuntersuchung hinzu.

Fazit

Damit Sie bei der Leasingrückgabe keine schlechten Erfahrungen sammeln, sollten Sie auf einige Dinge bereits vorab achten. Besonders Schäden und ein verminderter Restwert des Leasingautos können für Sie einen Nachteil darstellen. Grundsätzlich stellt das Leasing allerdings eine attraktive Alternative zur Finanzierung dar.

Häufige Fragen

Was sind normale Gebrauchsspuren bei Leasingrückgabe?

Im Normalfall spricht man hier von kleinen Spuren durch Steinschläge. Auch leichte Kratzer bei den Türgriffen und Tankdeckel durch Fingernägel zählen dazu. Genauso leichte Schrammen durch Waschanlagen. Das sind Spuren, die sich bei dem normalen Gebrauch nicht vermeiden lassen.

Wie sauber muss leasingfahrzeug sein?

Den meisten Leasinganbietern ist ein sauberes Fahrzeug bei der Übergabe sehr wichtig. Sowohl im Innenraum als auch außen, sollte das Fahrzeug vorher gründlich gereinigt werden. Dazu zählt auch eine tiefe Polsterreinigung und das leichte Auspolieren von Kratzern im Lack.

Wer meldet Auto nach Leasing ab?

Die Abmeldung des Leasingfahrzeuges bei der Fahrzeugbehörde übernimmt in der Regel die Leasinggesellschaft. Sie selbst können das Leasingfahrzeug allerdings bei Ihrer Leasinggesellschaft abmelden. In diesem Fall bleibt das Fahrzeug bei Ihnen stehen, darf allerdings nicht mehr genutzt werden. Bis zum eigentlichen Ende der Laufzeit müssen Sie weiterhin die Leasingraten bezahlen, dafür sparen Sie sich die Steuern und die Beiträge für die Versicherung.