Auch die Kosten eine Elektroautos sollten gut kalkuliert werden.

Bei steigenden Benzinpreisen denken viele Autofahrer früher oder später über die Anschaffung eines Elektroautos nach. Lange Zeit galten diese als teure Luxusanschaffung. Allerdings wird dabei häufig nur der Preis für den Kauf eines Elektroautos als Vergleich herangezogen. Die Kosten für den Unterhalt eines E-Autos werden nicht bedacht. Wir zeigen Ihnen hier den direkten Vergleich zwischen Elektroauto und Verbrenner.

Das erwartet Sie in diesem Artikel

(Lesedauer ca. 5 Min.)

Kosten E-Auto Anschaffung

Elektroautos sind in der Anschaffung noch immer teurer als Autos mit Verbrennungsmotor. Besonders die Lithium-Ionen-Akkus schlagen mit einem hohen Herstellungspreis zu Buche. Die Kosten für ein fabrikneues Elektroauto belaufen sich auf etwa 20.000 bis 50.000 Euro. Größter Kostenfaktor im Elektroauto bleibt hier der Akku für den Elektroantrieb. Als Faustregel gilt: Mit wachsender Reichweite des Akkus steigt der Kaufpreis des Autos.

Umweltprämie

Der Kauf eines elektrisch betriebenen Neuwagens wird in Deutschland mit bis zu 9.000 Euro Kaufprämie gefördert. Unter Umständen kann dieser sogenannte Umweltbonus sogar für junge Gebrauchtwagen mit einer Laufleistung unter 15.000 km ausgezahlt werden.

Schon beim Kauf eines Wagens mit Elektroantrieb können Sie mit der E-Auto Förderung also einiges sparen.

Gebrauchtwagen

Auch der Gebrauchtwagenmarkt für E-Autos wächst stetig. Hier können Sie gegenüber der Neuanschaffung einige tausend Euro sparen – sowohl beim Elektroauto als auch beim Verbrenner. Beim E-Auto sollten Sie hier auch auf den Zustand des Akkus achten. Welche Punkte noch beim gebrauchten E-Auto wichtig sind, haben wir bereits in einem anderen Beitrag zusammengefasst.

Der Verschleiß des Akkus ist aktuell der größte Faktor für den Wertverlust von E-Autos. Doch selbst wenn man diesen in die Gesamtrechnung einkalkuliert, ergibt sich in allen Preissegmenten ein klarer Preisvorteil für Autos mit Elektroantrieb.

Dies ergab auch der Car Cost Index 2021 der Firma Leaseplan, welcher die Kosten für ein Elektroauto mit denen von Benziner, Diesel und Hybridfahrzeugen vergleicht.

Kosten 100km mit E-Auto

Bei dem Vergleich der Kosten auf 100 Kilometer Fahrleistung zwischen E-Auto und Verbrenner schneidet das E-Auto deutlich besser ab. Braucht ein Verbrenner auf 100 Kilometern zwischen 70 und 90 kW Energie, sind es beim Elektroauto gerade mal zwischen 15 und 20 kW. So ergibt sich ein Preis von etwa 6 Euro für ein Elektroauto und 10 Euro für einen Verbrenner. Bei weiter steigenden Benzinpreisen lohnt sich das elektrische Fahren mehr und mehr.

Diese Zahlen sind Mittelwerte aus vielen tausend Fahrdaten zusammengefasst. Mit einer progressiven Fahrweise kann der Fahrer eines E-Autos den Verbrauch weiter senken. Damit sparen Sie Kosten und können die Reichweite des Autos mit einer Akkuladung erhöhen.

Auch die Außentemperatur beeinflusst den Verbrauch des Elektroautos. Da das Elektroauto allerdings mehr Energie in Bewegung umsetzt und dabei weniger Abwärme erzeugt, ist die Energiebilanz des E-Autos durchweg positiv.

Vergleich zwischen Treibstoff und Energiekosten.

Unterhaltskosten Elektroauto vs. Benziner

Doch natürlich sollte man nicht nur die Energiepreise vergleichen. Für den Unterhalt des E-Autos sind folgende weitere Faktoren relevant:

  • Versicherung
  • KfZ-Steuer
  • Wartungskosten

Die meisten Versicherer bieten inzwischen spezielle Angebote für E-Autos. Diese decken besonders die Schäden am Akku ab. Gegenüber dem Verbrenner schneidet auch bei den Versicherungskosten das E-Auto besser ab. Die Versicherungen sind oft günstiger als die Kaskoversicherungen für Autos mit Verbrennungsmotoren. Besser ist es dennoch, jedes Angebot individuell zu prüfen und auf den persönlichen Bedarf anzupassen.

Die Kraftfahrzeugsteuer entfällt in Deutschland für die ersten 10 Jahre nach Erstzulassung eines E-Autos sogar komplett. Damit ergibt sich für Fahrer eines Autos mit elektrischem Antrieb ein großes Sparpotenzial.

Die Wartung eines Elektroautos ist in der Regel deutlich unkomplizierter, als die eines Autos mit Verbrennungsmotor. Der Elektroantrieb hat bedeutend weniger Einzel- und Verschleißteile. Auch die Abgasuntersuchung ist selbstverständlich überflüssig.

Eines der wichtigsten Bauteile im E-Auto ist der Akku. Um diesem eine lange Lebensdauer zu ermöglichen und einen kostspieligen Austausch des Akkus zu vermeiden, sollte der Ladezustand konstant zwischen 20 und 80 Prozent gehalten werden. Extreme Be- und Entladung belasten die Akkukapazität und sorgen für vorzeitigen Verschleiß. Das kann wiederum teuer werden.

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Ladekosten Elektroauto

Ein erheblicher Kostenfaktor für den Unterhalt vom E-Auto ist der Strom für den Antrieb. Auf die Frage "Was wird mich das E-Auto laden kosten?" gibt es keine einfache Antwort. Eine der günstigsten Möglichkeiten ist das Aufladen des Akkus zu Hause an der eigenen Steckdose. Einige Stromanbieter haben eigene Angebote für E-Auto-Fahrer entwickelt. Bei manchen ist die Anschaffung und Installation einer sogenannten Wallbox inklusive. Hier zahlen Sie entsprechend meist Ihren üblichen Tarif des Stromanbieters pro kW/h.

Mit einer Wallbox hat Ihr Elektroauto eine eigene Lademöglichkeit in der heimischen Garage. Grundsätzlich lassen sich Elektroautos auch an einer gewöhnlichen Schuko-Steckdose aufladen. Ein entsprechendes Ladekabel wird beim Kauf des Fahrzeugs mitgeliefert. Bei dieser Option dauert das Laden des Akkus allerdings weitaus länger als an einer Schnellladestation.

Ladestation Elektroauto Kosten

Zunächst die schlechte Nachricht: Die Gestaltung der Tarife an Ladesäulen ist sehr vielschichtig und unübersichtlich. Nun die gute Nachricht: Viele Strom- und Mobilitätsanbieter bieten günstige Tarife für E-Auto-Fahrer an. Mit der entsprechenden Ladekarte können Sie den Ladevorgang für Ihr Elektroauto ganz einfach an der Ladesäule starten. Auch mit dem Smartphone lassen sich viele Ladesäulen kinderleicht bedienen. Die Kosten für eine Akkuladung schwanken zwischen 5 und 18 Euro. Dafür lädt das E-Auto an den Säulen in kurzer Zeit seine Reichweite auf und man muss nicht so lange warten wie an der Steckdose zu Hause. Meist wird an den Schnellladesäulen der Akku nur zu 80 Prozent geladen, um diesen zu schonen und seine Lebensdauer zu verlängern.

Einige Supermärkte, Möbelhäuser oder Baumärkte bieten Ihren Kunden auch kostenlose Ladesäulen als besonderen Service auf dem Kundenparkplatz an.

Fazit E-Auto Unterhalt

Das Auto mit Elektroantrieb ist in der Anschaffung noch immer teurer als der Benziner. Doch mit staatlichen Förderungen und dem günstigen Unterhalt hat man den höheren Kaufpreis schnell wieder ausgeglichen. Außerdem lässt sich viel Geld durch die geringere Wartung und eine progressive Fahrweise sparen. Der größte, laufende Kostenfaktor, das Aufladen des Akkus, lässt sich in vielen Fällen günstig in der eigenen Garage realisieren. Das variiert allerdings je nach Strompreis. Ebenso wie der Benzin und Dieselpreis variiert. Grundsätzlich ist der Verbrauch und die Kosten pro 100km beim E-Auto allerdings günstiger. Für alle anderen Fälle gibt es günstige Tarife an den Schnellladesäulen und kostenlose Ladestationen bei einigen Einzelhändlern. Wie lange die Fahrzeuge noch gefördert werden und wie sich die Strom- bzw. Spritpreise entwickeln bleibt abzuwarten. Bis dahin haben wir auch einige Tipps für Sie, worauf Sie beim Laden eines E-Autos achten sollten.

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