7 Fehler bei der Autopolitur vermeiden
Das Wichtigste in Kürze
- Falsche Politurmittel können den Lack stumpf oder fleckig machen.
- Zu viel Druck beim Polieren führt schnell zu Lackschäden.
- Unsaubere Oberflächen verursachen Kratzer statt Glanz.
- Direkte Sonneneinstrahlung beim Polieren lässt Polituren antrocknen und schwer abtragen.
- Richtige Technik und Geduld sind entscheidend für ein perfektes Ergebnis.
Eine glänzende Lackoberfläche ist das Ziel vieler Autofans doch beim Polieren lauern zahlreiche Fallstricke. Wer sein Auto falsch poliert, riskiert matte Stellen, Kratzer oder gar dauerhafte Lackschäden durch Polieren. In diesem Artikel erfahren Sie, welche typischen Fehler bei der Autopolitur auftreten. Außerdem wie Sie diese vermeiden und worauf Sie beim Polieren besonders achten sollten. Denn durch korrektes Polieren und eine regelmäßige, schonende Lackpflege lässt sich nicht nur das Erscheinungsbild Ihres Fahrzeugs verbessern, sondern auch dessen Wert langfristig erhalten.
Das erwartet Sie in diesem Artikel
(Lesedauer ca. 6 Min.)
- Warum Fehler bei der Autopolitur so häufig sind
- 7 typische Autopolitur Fehler und wie sie entstehen
- Fehler Nummer 1: Polieren ohne gründliche Fahrzeugwäsche
- Fehler Nummer 2: Falsche Politur oder zu aggressive Schleifpaste
- Fehler Nummer 3: Zu hoher Druck oder falsche Bewegung
- Fehler Nummer 4: Polieren in der Sonne oder bei falscher Temperatur
- Fehler Nummer 5: Vernachlässigte Nachbehandlung und Versiegelung
- Fehler Nummer 6: Ungeeignetes Zubehör verwenden
- Fehler Nummer 7: Zu häufiges Polieren
- Fazit
Warum Fehler bei der Autopolitur so häufig sind
Viele Autofahrer unterschätzen, wie empfindlich eine Lackoberfläche ist. Schon kleine Unachtsamkeiten können den Glanz ruinieren und den Autowert reduzieren. Besonders Anfängerfehler beim Auto polieren sind verbreitet, weil die richtige Vorbereitung und Technik oft fehlen. Auch der Einsatz falscher Mittel oder Werkzeuge spielt eine große Rolle.
Hinweis: Jede Politur wirkt unterschiedlich, abhängig vom Lackzustand, der Farbe und der Verarbeitung. Ein universelles Produkt gibt es nicht.
7 typische Autopolitur Fehler und wie sie entstehen
Nachdem klar ist, warum Fehler bei der Autopolitur so häufig passieren, stellt sich die Frage, welche Missgeschicke konkret auftreten und wie sie sich vermeiden lassen. Viele dieser Probleme haben einfache Ursachen, oft liegt es an fehlender Vorbereitung, falschen Produkten oder einer unpassenden Technik. In der folgenden Übersicht finden Sie die häufigsten Polierfehler und deren typische Auslöser:
Tipp: Lassen Sie Tönungsarbeiten am besten von Fachbetrieben durchführen, die ausschließlich geprüfte Folien verwenden und die rechtlichen Vorgaben einhalten.


© gorodenkoff/shutterstock.com | Die regelmäßige Autowäsche hilft auch, den Wert des Autos zu erhalten.
Polieren ohne gründliche Fahrzeugwäsche
Einer der größten Autopolitur Fehler ist, direkt nach einer groben Wäsche oder gar ohne Reinigung zu polieren. Schmutzpartikel, Staub oder kleine Steinchen auf dem Lack wirken beim Polieren wie Schleifpapier. Das Ergebnis sind unzählige Mikrokratzer.
Eine richtige Autowäsche, idealerweise mit einem pH-neutralen Autoshampoo und der zweistufigen Eimer-Methode, ist unverzichtbar. Dabei werden zwei Eimer mit Wasser verwendet. Einer enthält sauberes Wasser mit Shampoo, der andere reines Spülwasser zum Auswaschen des Waschhandschuhs. So gelangt der gelöste Schmutz nicht zurück auf den Lack, sondern bleibt im zweiten Eimer. Auf diese Weise wird verhindert, dass Schmutzpartikel beim nächsten Waschgang Kratzer verursachen. Danach sollte das Fahrzeug vollständig trocken sein, bevor die Politur beginnt.
Tipp: Mit einer guten Autowäsche, können Sie auch Ihr Auto vor Streusalz schützen.
Falsche Politur oder zu aggressive Schleifpaste
Nicht jede Politur eignet sich für jeden Lack. Schleifpolituren entfernen zwar Kratzer, können aber bei falscher Anwendung den Klarlack dauerhaft beschädigen. Auch Kombiprodukte, die „Reinigen und Versiegeln in einem Schritt“ versprechen, sind nicht immer ideal.
Vor allem Anfänger beim Auto polieren greifen häufig zu stark abrasiven Produkten. Besser ist es, den Lackzustand genau zu prüfen und bei Bedarf mit einer milden Politur zu beginnen.
Wie erkennt man die richtige Politur für den eigenen Lack?
Ein guter Anhaltspunkt ist der Zustand der Lackoberfläche:
- Neuer oder gut gepflegter Lack benötigt nur eine Feinpolitur, um Glanz und Schutz zu erhalten.
- Leicht verwitterter Lack profitiert von einer mittelabrasiven Politur, die kleine Kratzer entfernt.
- Stark oxidierte oder verkratzte Flächen erfordern eine stärkere Schleifpolitur, jedoch mit Vorsicht und idealerweise in mehreren Durchgängen.
Viele Hersteller kennzeichnen ihre Produkte mit Abrasiv-Werten oder Anwendungsempfehlungen („fein“, „mittel“, „stark“). Diese Angaben sind ein hilfreicher Leitfaden. Bei Unsicherheit kann auch ein Lackdickenmessgerät oder die Beratung in einer Fachwerkstatt helfen.
Hinweis: Testen Sie jede Politur zunächst an einer unauffälligen Stelle, um sicherzugehen, dass sie zum Lacktyp passt.
Zu hoher Druck oder falsche Bewegung
Viele glauben, dass stärkerer Druck bessere Ergebnisse bringt. Tatsächlich führt dies jedoch zu Polierfehlern am Auto insbesondere zu kreisförmigen Schleifspuren und Überhitzung des Lacks. Beim Auto richtig polieren gilt: Weniger ist mehr. Arbeiten Sie mit gleichmäßigen, überlappenden Bewegungen und halten Sie das Pad stets in Bewegung.
Hinweis: Auch ein zu kalter Lack kann problematisch sein, da die Politur dann nicht gleichmäßig wirkt.
Polieren in der Sonne oder bei falscher Temperatur
Eine häufige Ursache für Politurflecken ist zu hohe Temperatur. In der Sonne trocknet die Politur zu schnell, sodass sich Rückstände schwer entfernen lassen. Der Lack wird ungleichmäßig und verliert an Glanz.
Idealerweise polieren Sie Ihr Auto im Schatten oder in einer gut belüfteten Garage bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad.
Vernachlässigte Nachbehandlung und Versiegelung
Nach der Politur ist der Lack empfindlicher als zuvor. Viele vergessen, ihn anschließend zu versiegeln. Ohne Schutzschicht greifen UV-Strahlen, Regen oder Schmutz den Lack erneut an. Ähnlich ist es beim Polieren von Scheinwerfern, denn auch da können UV-Strahlen die harte Arbeit schnell zu Nichte machen.
Eine Wachs- oder Keramikversiegelung schützt die Oberfläche und sorgt dafür, dass der Glanz länger anhält. Außerdem wird das Fahrzeug leichter zu reinigen.
Tipp: Warten Sie nach dem Polieren mindestens 24 Stunden, bevor Sie das Auto wieder waschen.


© BELL+KA+PANG/shutterstock.com | Mikrofasertücher für das Auto gibt es an jeder Tankstelle in Ihrer Nähe.
Ungeeignetes Zubehör verwenden
Ein weiterer typischer Fehler bei der Autopolitur ist der Einsatz falscher Tücher oder Pads. Alte Baumwolltücher oder unsaubere Polierschwämme können den Lack verkratzen.
Verwenden Sie ausschließlich saubere, hochwertige Mikrofaserprodukte. Diese nehmen Rückstände auf, ohne die Oberfläche zu beschädigen. Sollte es doch einmal zu Kratzern im Lack kommen, erfahren Sie hier, wie sie Kratzer im Autolack ausbessern können.
Hinweis: Tauschen Sie Polierpads regelmäßig aus – sie nutzen sich ab und können dann keine gleichmäßige Wirkung mehr erzielen.
Zu häufiges Polieren
Auch zu viel des Guten schadet. Häufiges Polieren trägt die obere Lackschicht ab und kann langfristig den Klarlack beschädigen. Besonders bei älteren Fahrzeugen sollte sparsam poliert werden.
Empfehlenswert ist eine Politur ein- bis zweimal pro Jahr, abhängig vom Zustand des Lacks. In der Zwischenzeit genügt eine gute Versiegelung, um den Glanz zu erhalten. Dennoch sollte das Auto regelmäßig gewaschen und gepflegt werden.
Tipp: Prüfen Sie regelmäßig den Lack. Feine Kratzer oder stumpfe Stellen können gezielt ausgebessert werden, ohne das ganze Auto zu polieren.
Fazit
Die Autopolitur kann dem Lack Ihres Fahrzeugs neuen Glanz verleihen oder ihn ruinieren, wenn sie falsch ausgeführt wird. Mit der richtigen Vorbereitung, passenden Mitteln und sorgfältiger Anwendung vermeiden Sie Polierfehler und schützen den Lack langfristig. Achten Sie auf saubere Arbeitsbedingungen, moderate Temperaturen und ein sanftes Vorgehen. Dann wird das Polieren nicht zur Gefahr, sondern zum Pflegeerlebnis für Ihr Auto. Darüber hinaus können Sie Ihr Auto richtig aufbereiten, um den Glanz und die Sauberkeit nicht nur im Lack wieder zu spiegeln.
Häufige Fragen zu „Autopolitur Fehler“
Wie oft sollte ich mein Auto polieren?
Ein bis zwei Mal pro Jahr genügt in der Regel. Häufigeres Polieren kann den Lack zu stark abtragen.
Was tue ich, wenn der Lack nach dem Polieren fleckig ist?
Meist liegt das an ungleichmäßigem Auftrag. Eine erneute, sanfte Politur mit passendem Pad kann helfen.
Kann ich mein Auto mit der Hand genauso gut polieren wie mit einer Maschine?
Ja, aber es erfordert mehr Zeit und Ausdauer. Maschinenpolitur erzielt gleichmäßigere Ergebnisse, birgt aber auch höhere Risiken bei falscher Anwendung.
Wie erkenne ich, ob ich zu viel poliert habe?
Wenn die Lackschicht dünner oder stumpf wirkt oder sich Farbunterschiede zeigen, wurde zu viel Material abgetragen.

