Eine Person saugt mit einem Nassauger die Zwischenarmlehne eines Autos ab.

Mit einer guten Fahrzeugaufbereitung können Sie sich viel Ärger ersparen. An der einen oder anderen Stelle erhalten Sie so auch einen finanziellen Vorteil. Wir gehen näher darauf ein, welche Möglichkeiten es zur Fahrzeugaufbereitung gibt und was Sie dabei beachten sollten.

Warum eine Autoaufbereitung vornehmen?

Es gibt zahlreiche Gründe, ein Auto aufzubereiten. Ein Beispiel dafür ist ein geplanter Verkauf. Wirkt ein Auto sauber und gepflegt, überzeugt dies einen potenziellen Käufer im Zweifelsfall, den Wagen zu kaufen. Ein Fahrzeug mit Kratzer im Lack, fleckigen Sitzen und üblem Geruch im Innenraum schreckt dagegen Interessenten schnell ab. Damit geben Sie höchstens dem Käufer ein Argument, den Preis noch herunter zu handeln.

Es gibt auch andere Umstände, bei denen die Aufbereitung eines Autos sinnvoll sein kann. Vielleicht haben Sie ein Schnäppchen gemacht und ein schlecht gepflegtes Fahrzeug für wenig Geld erstanden. Oder müssen Sie ein Leasing-Fahrzeug zurückgeben und wollen es wieder in einen ordentlichen Zustand versetzen? Vielleicht wollen Sie auch Ihr gebrauchtes Fahrzeug zum Führerscheinerwerb an Ihre Kinder oder Enkel abgeben? Viele Situationen sprechen für eine gute Aufbereitung.

Checkliste – das brauchen Sie für die Autoaufbereitung

  • Schlauch, Hochdruckreiniger oder SB-Waschbox
  • Wassereimer
  • Lappen
  • Autoshampoo
  • Wachs
  • Baumwolllappen
  • Polierwatte
  • gegebenenfalls Polierpaste
  • Staubsauger
  • Lappen für den Innenraum
  • weiche Bürste
  • gegebenenfalls Lederpflege oder Polsterschaum
  • Auto Türgummi Pflege

Die Autowäsche steht am Anfang jeder Aufbereitung

Bevor es losgehen kann mit der eigentlichen Aufbereitung, sollten Sie das Auto richtig waschen. Dies können Sie in einer SB-Waschbox, einer Waschanlage oder eventuell auch zu Hause machen. Nicht alle Orte und Gemeinden erlauben die heimische Autowäsche. Mancherorts ist es kein Problem, in anderen Städten kann es ein Bußgeld geben. Einige Gemeinden machen es zur Auflage, dass das Waschwasser nicht in den Boden dringt. Dabei sollten Sie darauf achten, dass keine Ölrückstände im Boden versickern, um die Umwelt nicht zu belasten.

Tipp: Waschen Sie den Wagen nicht an heißen Tagen in der Mittagssonne. Das Wasser verdunstet zu schnell und kann den Schmutz nicht auflösen. Außerdem ist der Kontakt von kaltem Wasser mit dem aufgeheizten Lack für die Klarlackschicht nicht gut. Waschen Sie den Wagen an einem bedeckten Tag, im Schatten oder in den Morgen- und Abendstunden.

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Lack des Autos aufbereiten

Der Fahrzeuglack gehört zu den grundlegenden Punkten bei einer Autoaufbereitung. Je nach Verschmutzung und Pflegezustand können dabei verschiedene Aufbereitungsstufen notwendig sein. Bei gut gepflegtem Lack genügt es, diesen nach dem Waschen zu konservieren. Verwenden Sie dazu ein Fahrzeugwachs. Warten Sie mit der Anwendung, bis der Wagen gut abgetrocknet ist. Verbleibende Wassertropfen führen sofort zu Schlieren und verderben das ganze Ergebnis. Bringen Sie zunächst eine dünne Schicht Wachs mit einem sauberen Baumwolltuch auf dem Lack auf. Warten Sie anschließend ein paar Minuten, bis das Wachs zu einer milchig-weißen Schicht angetrocknet ist. Polieren Sie es dann mit Polierwatte in kreisförmigen Bewegungen unter ganz leichten Druck aus, bis ein spiegelnder Glanz entsteht. Warten sie nicht zu lange, denn zu fest getrocknetes Wachs lässt sich nur schwer polieren. Arbeiten Sie daher am besten in Etappen. Behandeln Sie immer nur eine Karosseriefläche auf einmal, zum Beispiel das Dach, eine Haube, eine Tür, einen Kotflügel.

Weist der Lack zahlreiche feine Kratzer auf, sollten die die Kratzer aus dem Lack entfernen. Dafür können Sie diese nach dem Waschen mit einer Polierpaste behandeln. Voraussetzung für einen Erfolg ist jedoch, dass die Kratzer nicht in die Grundierung gehen. Arbeiten Sie hier ebenfalls mit einem sauberen Tuch und bringen Sie die Paste auf die verkratzten Stellen auf. Polieren Sie dann unter mäßigem Druck kreisförmig, bis keine Kratzer mehr zu sehen sind. Anschließend sollten Sie dann wie beschrieben eine Versiegelung mit Wachs folgen lassen.

Wenn der komplette Lack des Wagens stumpf geworden ist, hilft meist nur noch eine Anwendung mit der Poliermaschine. Hierbei ist allerdings etwas Erfahrung notwendig. Ansonsten kann eine solche Maschine den Lack beschädigen. Arbeiten Sie keinesfalls mit zu starkem Druck, zu hohen Umdrehungen oder zu lange an einer Stelle. Auch nach einer Maschinenpolitur ist es nötig, den Lack mit Wachs zu versiegeln.

Innenraum reinigen

Im Innenraum von Fahrzeugen sammelt sich besonders viel Schmutz im Laufe der Zeit. Vor allem die Teppiche und die Polster bekommen gerne Flecken. Auch das Armaturenbrett, das Lenkrad, der Schaltknauf und die Ablagen sind wahre Schmutzfänger. Mit dem richtigen Wissen ist allerdings selbst die Aufbereitung von stark verschmutzten Fahrzeugen kein Problem. Dennoch sollten Sie entsprechend für die Aufbereitung auch den Fahrzeuginnenraum richtig reinigen.

Am Anfang beginnt dies mit dem Staubsauger. Entrümpeln Sie zuvor den Wagen gründlich und entsorgen Sie angesammelten Müll. Nehmen Sie dann die Fußmatten heraus und klopfen Sie diese aus. Halten Sie dabei Abstand zum Fahrzeug, damit dieses nicht einstaubt. Stark verschmutzte Fußmatten aus Stoff- oder Synthetikfasern können Sie mit einer feuchten Bürste und etwas lauwarmem Wasser abbürsten. Durchnässen Sie die Matten aber nicht, sondern arbeiten Sie nur an der Oberfläche. Bei stärkeren Flecken können Sie einen Reinigungsschaum verwenden. Legen Sie sie Matten anschließend zum Trocknen für ein paar Stunden in die pralle Sonne. Die Feuchtigkeit muss restlos entwichen sein, bevor sie wieder in den Wagen kommen. Saugen Sie dann die Teppiche, die Sitze und die Ablagen ab. Vergessen Sie auch nicht den Kofferraum. Sie sollten auch sämtliche Hundehaare aus dem Auto entfernen.

Armaturenbrett, Ablagen und Lenkrad wischen Sie nur mit einem feuchten Tuch ab. Bei starken Verschmutzungen können Sie dem Wasser etwas Kunststoffreiniger für Fahrzeuginnenräume beigeben. Verwenden Sie aber keine „Pflegeprodukte“ für Kunststoffe im Innenraum, da diese oft einen unnatürlichen Glanz erzeugen. Allerdings sollten Sie die Türgummis mit einem silikonhaltigen Pflegestift behandeln, um diese geschmeidig zu erhalten.

Ein Mann reinigt mit einem nassen Schwamm den hinteren Autositz.

© jovanmirkovic/shutterstock.com | Flecken auf dem Sitz sollten Sie unbedingt zeitnah reinigen, damit sich das nicht festigt.

Autositze behandeln

Jetzt können Sie sich die Sitze vornehmen. Bei Ledersitzen ist die Reinigung besonders einfach. Entfernen Sie mit dem Staubsauger Sandkörner, die sich in den Ritzen zwischen Sitzfläche und Lehne versteckt haben. Wischen Sie dann die Ledersitze mit einem feuchten, aber nicht nassen Tuch gründlich ab. Bei stark beanspruchten und ausgeblichenen Ledersitzen können Sie auch eine Ledertönung anwenden. Dies ist eine Lederfarbe, die auf den Sitzen abriebfest eintrocknet. Solche Tönungen sind im Spezialhandel erhältlich. Achten Sie aber auf die richtige Farbnummer.

Sobald die Sitze trocken sind, sollten Sie diese mit einem Pflegemittel versiegeln, welche das Leder geschmeidig erhalten. Nehmen Sie dazu keine billigen Pflegemittel auf Silikonbasis, wie diese leider oftmals in Baumärkten angeboten werden.

Flecken auf Stoffsitzen sind schwerer zu entfernen. Bei Wasserflecken kann es bereits helfen, die Sitzfläche einheitlich mit einem feuchten Lappen abzuwischen. Hilft dies nicht, kann auch ein Polsterschaum zur Anwendung kommen. Eine große Hilfe bei stark verschmutzten Sitzen bietet ein Nassstaubsauger. Schäumen Sie zunächst den Sitz mit einem feuchten Tuch und Reinigungsschaum gründlich ein. Arbeiten Sie den Schaum am besten mit einer Bürste ein. Saugen Sie dann das Wasser mit dem Nassstaubsauger heraus. In vielen Fällen sehen die Sitze danach aus wie neu.

Lassen Sie diese anschließend bei geöffneten Türen oder Fenstern gut austrocknen, was einige Zeit dauert. Eine Anwendung mit dem Nassstaubsauger sollten Sie am besten im Hochsommer vornehmen.

Fazit – lohnt die Fahrzeugaufbereitung?

Für die gründliche Aufbereitung eines stark verschmutzten Autos werden Sie gut und gerne ein Wochenende investieren müssen. Das Ergebnis wird Sie allerdings positiv überraschen. Wenn Sie das Auto aufbereiten für den Verkauf, lassen sich durch eine gründliche Reinigung oft einige hundert Euro mehr erzielen. Wenn Sie keine Zeit haben oder sich die Aufbereitung nicht selbst zutrauen, können Sie eine professionelle Autoaufbereitung durchführen lassen. Für die Autoaufbereitung werden Preise von 200 bis 1000 Euro fällig, wenn es um den Lack geht. Im Innenraum wird eine gründliche Autoaufbereitung Kosten von durchschnittlich 100 bis 300 Euro benötigen. Regelmäßige Pflege ist ein Garant für eine lange Freude am Fahrzeug sowie für den Erhalt des Autowertes.

Häufige Fragen

Was bedeutet Auto aufbereiten?

Bei der Autoaufbereitung wird das Fahrzeug sorgfältig und fachmännisch gereinigt. Zusätzlich werden kleinere Mängel und Schäden behoben. Das Hauptziel der Fahrzeugaufbereitung ist es, den Wert des Autos zu erhöhen.

Was wird bei einer Fahrzeugaufbereitung gemacht?

Bei der Fahrzeugaufbereitung wird die Karosserie, Felgen und Reifen eines Fahrzeugs gereinigt. Zudem wird der Innenraum ausgesaugt und die Sitze, Armaturen und das Lenkrad gepflegt. Hier kommen auch spezielle Reinigungs- und Pflegemittel zum Einsatz.

Wie lange dauert eine professionelle Innenraumreinigung?

Die Dauer einer professionellen Innenraumreinigung hängt vom Zustand des Fahrzeugs ab. In der Regel nimmt die gründliche Reinigung des Innenraums etwa einen ganzen Arbeitstag in Anspruch.