Im Winter tanken wird teurer.

Das Auto braucht Kraftstoff, um zuverlässig zu fahren. Im Winter können Sie effizient Benzin sparen. Unsere 6 Tipps helfen, spritsparender durch die frostige Zeit zu kommen und den Treibstoffverbrauch zu senken. Das entlastet sowohl die Umweltbilanz, als auch Ihren Geldbeutel. 

Treibstoff sparen im Winter – diese Tipps helfen!

Autofahrende kennen das: Die Temperaturen sinken rapide und prompt wandelt sich die Kraftstoffbilanz. Das Fahrzeug verbraucht grundsätzlich mehr Benzin, sobald die kalten Wintermonate losgehen. Dabei helfen einige Verhaltensänderungen, um sparsamer durch die Jahreszeit zu kommen.

Tipp 1: Gewicht senken

Der Skiurlaub steht an und Sie haben verschiedene Dachboxen auf dem Autodach montiert? Oder die Fahrradanhänger sind immer noch angebracht, obwohl das Rad dort keine Verwendung findet? In jedem Fall raten wir Ihnen, unnötige Aufbauten zu vermeiden. Sämtliche Extras, die das Gewicht erhöhen, steigern den Verbrauch an Kraftstoff.

Bei Dachboxen gilt das im Speziellen. Denn sie zählen zu jenen »Spritfressern«, die im Winter überwiegend zu Buche schlagen. Das hängt vor allem mit dem Luftwiderstand während der Fahrt zusammen. Ein Auto mit einer Box auf dem Dach verbraucht bei einem Tempo von 80 Stundenkilometern etwa 11 Prozent mehr Benzin. Je schneller Sie mit der montierten Dachbox fahren, desto stärker steigt im Umkehrschluss der Verbrauch. Daher lohnt sich die Überlegung, ob die Box tatsächlich notwendig ist.

Gesonderte Aufbauten auf dem Autodach sind das eine, eine Schneedecke und Eis das andere. Im Winter ist es ratsam, das Fahrzeug von beidem freizuhalten. Schnee und Eis zu entfernen ist eine Frage der Sicherheit und der Last. Nasser, schwerer Niederschlag ist hierbei insbesondere bedeutsam. Ebenso beeinflussen leichter Pulverschnee und eine Eisschicht die Belastung des Kraftfahrzeugs. Die Schneeschicht erhöht das Fahrzeuggewicht – und damit den Spritverbrauch. Dabei spielt die weiße Pracht nicht nur für das Gewicht eine Rolle. Sie ist gleichfalls in puncto Luftwiderstand und Aerodynamik relevant. All das sorgt für einen gesteigerten Verbrauch.

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Tipp 2: Wärme vom Motor – Verzicht aufs Warmlaufen

Einen Motor anzuschalten, um ihn vor einer Fahrt zu erwärmen, gehört der Vergangenheit an. Die Fahrzeuge kommen sehr gut ohne Warmlaufen aus. Das Aufwärmen schadet langfristig sowohl der Zugmaschine als auch der Umwelt und letztlich ebenso Ihrem Geldbeutel. Das Warmlaufenlassen ist obendrein gesetzlich verboten (Strafe: Bußgelder bis 80 Euro). Verzichten Sie dementsprechend auf diese Maßnahme.

Dabei ergab ein Test vom ADAC, dass das Warmlaufen vom Motor ineffizient ist: Wenige Minuten führen geringfügig zum erwärmten Motoröl, gleichzeitig verbraucht das Fahrzeug währenddessen jedoch circa 100 Milliliter Treibstoff. Das lohnt sich nicht. Deshalb ist es ratsamer, direkt nach dem Motorstart loszufahren.

Sind anhaltende Wartezeiten absehbar, hilft das Ausschalten des Motors beim Kraftstoffsparen im Winter. Solch längere Zeiten des Wartens ergeben sich beispielsweise vor Bahnschranken, bei roten Ampeln oder auf Parkplätzen.

Tipp 3: Reifendruck und Reifenart

Im Winter ist es essenziell, passende Reifen für die Witterung zu nutzen. Winterreifen sorgen für mehr Sicherheit bei frostkalten Bedingungen. Der Grip auf der Straße senkt gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch. Dafür braucht es allerdings einen angemessenen Reifendruck.

Der Rollwiderstand vom Fahrzeug steigt, sobald der Autoreifendruck zu niedrig ist. Dadurch verliert das Auto Wärme, sprich Energie – Das treibt den Benzinverbrauch in die Höhe. Eine weitere Auswirkung: Der CO2-Ausstoß erhöht sich ebenfalls. Um das zu vermeiden, lohnt sich der regelmäßige Check des Reifendrucks.

Im Winter gilt das besonders. Kälte verursacht eine generelle Druckabnahme im Autoreifen. Der Reifendruck sinkt hierbei um bis zu 0,14 bar. Für den optimalen Luftdruck ist der Blick in die Betriebsanleitung hilfreich. Dabei stellen Sie den Autoreifendruck idealerweise in dem Maß ein, der bei Volllast empfohlen wird. Beispielsweise steigt der Spritverbrauch um rund 5 Prozent, sobald der Druck um 0,5 bar zu gering eingestellt ist.

Tipp 4: Kurze Strecken meiden

Es lohnt sich, kürzere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die Bewegung ist vor allem besser für die Gesundheit. Gleichzeitig spart es Benzin. Obwohl zeitgenössische Motoren nicht extra warmlaufen müssen und es zudem nicht dürfen, empfiehlt sich der Blick zur idealen Betriebstemperatur. Bevor Sie stark Beschleunigen und den Motor sehr beanspruchen, sollte das Ölt auf die optimale Temperatur gefahren werden. Auch die Zugmaschine verbraucht das Benzin im optimalen Maße bei Betriebstemperatur. Ist der Motor kalt, benötigt er im Durchschnitt vergleichsweise mehr Kraftstoff. Das kann bei 100 Kilometern durchaus einen Unterschied von bis zu 30 Litern im Tank ausmachen.

Deshalb ist es oftmals lohnenswerter, kürzere Strecken ohne Fahrzeug zurückzulegen. Sie können beispielsweise unterschiedliche Besorgungen mit dem Auto direkt nacheinander erledigen, anstatt sie einzeln an diversen Tagen abzuarbeiten.

Drehzahlmesser im Auto.

Bei niedriger Drehzahl verbraucht der Motor weniger Sprit.

Tipp 5: Drehzahl niedrig halten, schneller schalten

Niedertouriges Fahren ist ebenfalls ratsam, um Kraftstoff zu sparen. Wer auf geringe Drehzahlen in den Schaltgängen achtet, spart Benzin. Zugleich verringert sich die Lautstärke der Fahrzeuggeräusche. Das niedertourige Autofahren verhindert überflüssige Brems- und Beschleunigungsvorgänge. Mit einem Tempo von 100 Stundenkilometern statt 120 lassen sich beispielsweise ungefähr 15 Prozent des Benzinverbrauchs einsparen.

Das schnellere Hochschalten in höhere Gänge reduziert demnach den Kraftstoffverbrauch. Galt es früher als ungünstig, niedertourig unterwegs zu sein, ist das heutzutage nicht mehr der Fall. Es lohnt sich zum Beispiel, bei 40 Stundenkilometern den vierten Schaltgang einzulegen anstatt die niedrigeren Gänge. Das senkt die Drehzahl und damit auch den Spritverbrauch. Umgekehrt gilt ebenso: Vermeiden Sie das Zurückschalten, um auch im Winter Treibstoff zu sparen.

Tipp 6: defensiv unterwegs

Wer vorausschauend fährt, bewirkt auf verschiedenen Ebenen Gutes: Das Verhalten schont den Geldbeutel, verbessert die Kraftstoffbilanz und es erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr. Dabei bedeutet eine defensive Fahrweise, prinzipiell mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen. Dadurch ist eine konstante Geschwindigkeit angemessen. Das gilt speziell im Winter. Das reduziert die erforderlichen Bremsvorgänge und das nachfolgende Anfahren.

Fazit – Im Winter Kraftstoff sparen

Treibstoff sparen im Winter – das lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Es hilft der Umweltbilanz, da weniger CO2 ausgestoßen wird. Gleichzeitig profitiert der eigene Geldbeutel von der spritsparenden Fahrweise. Außerdem wirkt sich sparsames Fahren positiv auf die Sicherheit im Straßenverkehr aus. Unsere 6 kompakten Tipps in der Übersicht zusammengefasst:

  • Gewicht senken
  • kein Warmlaufen des Motors
  • Reifendruck und Reifenart der Jahreszeit anpassen
  • Kurzstrecken meiden
  • Drehzahl niedrig halten, schneller schalten
  • defensiv fahren

Häufige Fragen

Ist der Spritverbrauch im Winter höher?

Der Spritverbrauch ist im Winter höher. Der Motor und das Öl brauchen länger um auf die Betriebstemperatur zu kommen. Zusätzlich erhöhen die Winterreifen und Schnee den Rollwiederstand.

Warum verbraucht ein kalter Motor mehr?

Bis der Motor und das Öl auf Betriebstemperatur ist, besteht eine höhere Reibung durch dickflüssige Öle und Fette. Hier kann sich das Öl schlechter verteilen. Dadurch werden die Schmierflächen und Lager nicht ausreichend mit Öl versorgt. So entsteht im Motor eine größere Reibung. Läuft der Motor nicht optimal, muss deshalb mehr Sprit verbraucht werden um auf Touren zu kommen.

Wie viel verbraucht ein Auto beim Kaltstart?

Auf den ersten Kilometern kann der Verbrauch bis zu 2-Fach über dem Normalwert liegen. Je nach Außentemperatur, dauert es länger, bis Motor und Öl auf Betriebstemperatur sind. Solange läuft der Motor nicht optimal und es wird mehr Sprit verbraucht.