Hat die Autobatterie nicht mehr viel Kapazität, kann sie manuell geladen werden.

Eine defekte Autobatterie ist einer der Hauptursachen von Pannen mit dem Auto. Sobald der Akku nicht mehr genug Energie hat, kann der Wagen nicht mehr anspringen. Aber warum sind Autobatterien so anfällig?

Jede dritte Panne auf deutschen Straßen ist auf eine kaputte Autobatterie zurückzuführen. Mehr als 4 Millionen Autos blieben deswegen an der Straße oder einem Rastplatz an der Autobahn liegen. So ein Fall ist also keine Seltenheit.

Der empfindliche Akku lässt viele Autobesitzer auf der Urlaubsreise hängen. Das Abschleppen des Wagens ist eine nervige, zeitraubende und manchmal auch kostenintensive Erfahrung. Schenken Sie Ihrer Autobatterie also ruhig Aufmerksamkeit, um diesem Schicksal zu entgehen.

Die Hauptursachen einer schwachen Batterie

Kurzstrecken

Eine Autobatterie, die öfter gewartet wird, ist weniger empfindlich als eine Batterie, die vernachlässigt wurde. In der Regel sind schlechte Fahrgewohnheiten und mangelnde Pflege schuld an einer schwachen Batterie. Vermeiden Sie daher unbedingt Kurzstrecken. Sie schaden der Batterie, da das Starten die Batterie belastet. Der Akku benötigt nach dem Start eine Weile, bis sie sich wieder aufgeladen hat. Das Aufladen selbst läuft über die Lichtmaschine ab. Allerdings verbrauchen Sie auch bei der Fahrt Energie von der Autobatterie. Vor allem das Radio, die Sitzheizung und natürlich auch die Klimaanlage sind große Energieverbraucher. Es dauert also schon eine Zeit lang, bis die Batterie wieder vollständig aufgeladen ist. Auf einer kurzen Strecke hat die Batterie aber nicht genügend Zeit. Sie wird nicht komplett geladen. Im Laufe der Zeit verliert der Akku also zunehmend Energie und irgendwann ist er dann leer. Zudem lagern sich Sulfatkristalle in der Batterie ab, wenn sie nicht vollgeladen wird. Diese Kristalle sorgen für einen Spannungsabfall. Dieser Prozess kann auch nicht rückgängig gemacht werden und führt schließlich zum Versagen der Batterie.

Licht brennen lassen

Ein weiteres Problem sind Lichter, die nach dem Abstellen des Autos weiter brennen. Besitzer von modernen Autos haben es etwas einfacher, da neuere Modelle über eine Automatik verfügen, die Licht automatisch ausschaltet. Ein brennender Scheinwerfer über Nacht kann den Akku leeren. Dann springt das Auto am nächsten Tag nicht mehr an.

Schlechte Pflege

Wie bereits erwähnt, spielt auch die Pflege eine Rolle. Verschmutzte Kontakte sorgen dafür, dass Kriechströme die Batterie entladen. Dies ist zwar ein schleichender Prozess, aber er kann ebenfalls tödlich für den Akku enden. Darum ist es gut, die Kontakte regelmäßig zu reinigen und die Batterie insgesamt sauber zu halten.

Wenn die Temperatur sinkt, ist oftmals eine Starthilfe nötig.

Niedrige Temperaturen

Im Winter bereitet die Autobatterie schneller Probleme als im Sommer, da niedrige Temperaturen dem Akku zusetzen. Meistens streiken Autobatterien bei entsprechenden Außentemperaturen, da der kalte Motor noch mehr Leistung beim Starten benötigt. Auch die Sitzheizung und die Heizung am Lenkrad verbrauchen zusätzliche Energie. Für einen ohnehin schwachen Akku kann ein Kälteeinbruch ein schnelles Aus bedeuten.

Lichtanlage

Manchmal ist aber nicht die Batterie defekt, sondern die Lichtanlage, über die sich die Batterie normalerweise auflädt. Eine kaputte Lichtanlage versorgt die Batterie nicht mehr mit Energie und der Akku wird nicht geladen. Auch in diesem Fall springt der Wagen nicht an. Eine defekte Lichtmaschine erkennen Sie daran, dass die Ladekontrolllampe aufblinkt. Zudem hören Sie meistens ein Geräusch, welches sich quietschend anhört.

Kurzschluss der Elektronik

Ein Kurzschluss in der Elektronik kann ebenfalls der Grund für das Versagen der Autobatterie sein, da er sehr viel Strom verbraucht. Außerdem kann auch ein Fehler des Steuergerätes ein Auslöser für einen Defekt der Batterie sein.

Wenn die Anzeige für die Autobatterie leuchtet, haben sie viele Möglichkeiten zu agieren.

Autobatterie leuchtet - was tun?

  • Starthilfe
  • Ladegerät verwenden
  • Anschieben
  • Pannendienst rufen

Starthilfe

Wenn die Batterie streikt, haben Sie mehrere Möglichkeiten zu reagieren. Die bekannteste Methode, einen leeren Akku zu laden, ist die Starthilfe. Für die Starthilfe benötigen Sie passende Kabel und einen Wagen mit einer intakten Batterie.

So funktioniert die Starthilfe

Um die Starthilfekabel zu verbinden, sollte das intakte Fahrzeug nah an den Wagen mit dem Schaden fahren, damit die Distanz mit den Kabeln überwunden werden kann. Allerdings dürfen sich die Autos nicht berühren, damit es keinen Kurzschluss gibt.

Der Motor und die Zündung müssen in beiden Fahrzeugen abgeschaltet werden. Zudem sollten Sie an beiden Fahrzeugen den Gang herausnehmen und die Handbremsen anziehen. Lüftung, Licht und andere Stromverbraucher gehören ebenfalls ausgeschaltet.

Nach der Vorbereitung werden die Starthilfekabel angeschlossen. Dabei ist die Reihenfolge wichtig. Zuerst wurde das rote Starterkabel am Pluspol der intakten Batterie angebracht. Anschließend wird das andere Ende des roten Kabels an den Pluspol der leeren Batterie geklemmt.

Danach wird das schwarze Kabel am Minuspol der intakten Batterie angeklemmt und das andere Ende entsprechend an den Minuspol der leeren Batterie. Nun den intakten Wagen starten und anschließend den Wagen mit der leeren Batterie. Wenn die Wagen erfolgreich gestartet sind, werden die Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge entfernt – erst die schwarzen Kabel, dann die roten Kabel.

Nach dem Laden sollten Sie das Auto mindestens 30 Minuten lang fahren, damit sich die Batterie vollständig aufladen kann. Vermeiden Sie hier stockenden Stadtverkehr und fahren lieber über das Land.

Autobatterie laden mit einem Ladegerät

Eine weitere Option, den Akku wiederzubeleben, ist ein Ladegerät. Dies erfordert allerdings etwas Geduld. Wenn die Batterie komplett entladen ist, kann es einige Stunden dauern, bis das Auto wieder anspringt. Einige Ladegeräte sind sogar in der Lage, Beschädigungen durch Sulfatierung zu lindern oder zu beheben.

Batterie aufladen - Anschieben

Das Anschieben ist ein Versuch wert, wenn sich die Batterie noch nicht komplett entladen hat. Beim Anschieben müssen Sie den zweiten Gang einlegen und die Kupplung kommen lassen. Allerdings sollten Sie nach einigen Versuchen aufhören, sonst kann der Katalysator durch Kraftstoff beschädigt werden.

Pannendienst rufen

Wenn alles nicht geholfen hat oder Ihnen niemand Starthilfe geben kann, dann rufen Sie einen Pannendienst. Dies ist nicht wirklich günstig, aber manchmal der letzte Ausweg. Notfalls kann der Wagen dann in eine Fachwerkstatt gebracht werden, in der die defekte Batterie komplett ausgewechselt werden kann.

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Autobatterie leer - wie vorbeugen?

Wenn Sie Ihr Auto für viele kurze Strecken nutzen, empfiehlt es sich die Batterie öfter an ein Ladegerät anzuschließen. Damit kann sich der Akku vollständig aufladen und die Lebenszeit der Komponente wird verlängert. Zudem sollen Sie regelmäßig eine längere Überlandfahrt einplanen. Wenn Sie Energie einsparen wollen, sollten Sie auf die Sitz- oder Lenkradheizung verzichten. Auch eine gute Pflege beugt einem Totalausfall vor. Reinigen Sie in regelmäßigen Abständen die Kontakte und die Batterie. Dann haben Kriechströme keine Chance.

Autobatterie leer Trick

Mit einem Trick können Sie einer schwachen Autobatterie wieder auf die Sprünge helfen. Das funktioniert allerdings nur bei Benzinmotoren mit Schaltgetriebe. Sie benötigen dafür einen Wagenheber und ein Seil.

  1. Heben Sie den Wagen mit dem Heber an einer Seite an und sichern Sie das Auto vor dem Wegrollen.
  2. Legen Sie außerdem den dritten Gang ein und drehen den Schlüssel im Zündschloss um.
  3. Wickeln Sie danach ein Seil um den Vorderreifen und ziehen Sie daran kräftig. Wenn sich der Reifen dreht, springt der Motor meistens an.

Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass es eine Vielzahl an Gründen gibt, warum die Autobatterie leer wird. Die meisten Sofortmaßnahmen wie z. B. die Starthilfe sind hier sehr wirksam. Glücklicherweise gibt es aber auch zahlreiche Möglichkeiten, dem Problem rechtzeitig vorzubeugen. So kann eine Batterie auch im Durchschnitt bis zu 10 Jahre alt werden.