Grafik zeigt eine HVO-Tankstelle als gruene Alternative zu Diesel.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Neben dem Einsatz von ökologischen Verpackungen und Mehrwegverpackungen haben diese Dinge schon längst die Automobilindustrie erreicht. Der Trend geht hierbei eindeutig in Richtung Elektromobilität. Jetzt ist es ökologisch wie auch ökonomisch nicht sinnvoll, alle Verbrenner zu verschrotten und auf Elektroautos umzusteigen. Dies würde bei knapp 67 Millionen zugelassenen Kraftfahrzeugen zu wahren Schrottbergen führen. Eine weitere Alternative stellen wir Ihnen hier vor.

Das erwartet Sie in diesem Artikel

(Lesedauer ca. 4 Min.)

Es ist wichtig, eine Brückentechnologie zu finden, welche den Einsatz von Verbrennern umweltschonender gestaltet. Neben Wasserstoff und E-Fuels gibt es für moderne Diesel den HVO-Kraftstoff. Im folgenden Artikel wollen wir uns genauer mit diesem Treibstoff befassen, dessen Unterschied zum klassischen Diesel aufzeigen sowie klären, warum es nicht sinnvoll ist, seinen modernen Diesel mit Sonnenblumenöl zu fahren.

Was ist HVO Treibstoff?

Die Abkürzung HVO steht für „Hydrogenated Vegetable Oils“. Das bedeutet auf Deutsch „hydrierte Pflanzenöle“. In einem raffinierten Verfahren wird dabei Pflanzenöl mittels einer katalytischen Reaktion, wobei auch Wasserstoff hinzugegeben wird, in Kohlenwasserstoff umgewandelt.

Dieser HVO-Kraftstoff hat diverse Vorteile. So muss der Motor beispielsweise nicht mehr angepasst werden, wie es beispielsweise noch bei E85 für Ottomotoren der Fall war. HVO Kraftstoff kann dabei sogar als Reinkraftstoff zum Einsatz kommen. Allerdings wird dieser aktuell noch hauptsächlich beigemischt.

Ein weiterer Vorteil ist der Umweltschutz. Dank der Art und Weise, wie dieser Kraftstoff hergestellt wird, bleibt kein gebundener Sauerstoff zurück. Darüber hinaus fehlen auch andere Schadstoffe wie schwefelhaltige Verbindungen. Somit belastet dieser Kraftstoff die Umwelt weniger. Ebenfalls gleicht sich die Umweltbilanz wieder aus, denn bei der Verbrennung wird nur der Kohlenstoff verbrannt, welcher zuvor von der Pflanze aufgenommen wurde. HVO Treibstoff ist zudem nach DIN 590 für Dieselkraftstoffe zertifiziert.

HVO-Diesel Tankstellen

Wer jetzt auf der Suche nach HVO-Diesel Tankstellen ist, der kann bei den Zieglmeier Tankstellen vorbeischauen. Diese werden in Zukunft weitere Tankstellen auf HVO100 umstellen und ihr Netzwerk in Zukunft erweitern. Der Treibstoff kann dabei von allen Diesel-LKW ab Euro 5 genutzt werden. Für Transporter ist dieser ebenfalls zugelassen.

Was ist Diesel Treibstoff?

Der Kraftstoff ist nach dem Erfinder des Dieselmotors Rudolf Diesel benannt und ist ein synthetischer Kraftstoff auf Basis von Mineralöl. Die Kraftstoffe sind dabei alle nach der DIN 590 zertifiziert. Diese erlaubt eine Beimischung von Biokraftstoff von bis zu 7 %.

Bei Diesel handelt es sich dabei um ein Gemisch aus Kerosin und anderen Zusätzen, welches hauptsächlich durch Fraktionierung von Erdöl gewonnen wird. Aufgrund der Endlichkeit von Erdöl und dessen schlechter Umweltbilanz wird zunehmend nach alternativen Lösungen gesucht.

Ein vielversprechender Ansatz dabei ist der HVO-Kraftstoff, welcher als Diesel-Ersatz ernst genommen werden kann.

Worin liegt der Unterschied zu Diesel?

HVO Diesel ist eine nachhaltige Alternative zum herkömmlichen Diesel:

  • HVO Diesel wird aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen (Pflanzenöle).
  • Besitzt eine deutlich bessere Umweltbilanz.
  • Keine schwefelhaltigen Verbindungen.
  • Keine Fraktionierung und somit Verknappung einer endlichen Ressource.
  • Keine Stickoxide werden freigesetzt und auch kein Feinstaub produziert.
  • Weniger Leistungsverlust gegenüber klassischen Diesel.

Nachteilig für HVO Kraftstoff ist die aktuelle Herstellung aus Palmöl, allerdings wird an diesem Problem bereits gearbeitet.

Darüber hinaus kostet dieser Kraftstoff circa 0,15 Euro mehr als klassischer Diesel. Dies liegt vor allem an der noch geringen Verbreitung.

Neben alternativen Treibstoffen gibt es auch sogenannte Additive für Sprit und Motoröl, wie z.B. AdBlue für Diesel.


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Kann ich meinen Diesel mit Sonnenblumenöl fahren?

Die Diesel- und Benzinpreise sind am Explodieren. Stellenweise sind diese auf deutlich über zwei Euro geklettert. Wer jetzt allerdings auf die Idee kommt, seinen modernen Diesel mit Pflanzenöl oder gar Heizöl zu betanken, der hat am falschen Ende gespart. 

Probleme mit Pflanzenöl als Treibstoff

Ein Problem, welches auftritt, wenn man sein Fahrzeug mit Pflanzenöl betankt, sind die sehr starken Startschwierigkeiten. Außerdem besitzt ihr Motor nicht nur weniger Leistung, sondern es verkürzt zudem die Lebensdauer des Motors. Bei modernen Dieselfahrzeugen sind die Einspritzpumpen und -düsen nicht für das zähflüssige Pflanzenöl ausgelegt. Das Ganze führt zu einer schlechteren Verbrennung und somit zu einem fehlerhaften Motorlauf. Zusätzlich können Ablagerungen Leitungen verstopfen und auch die Viskosität des Motoröls beeinflussen. Die Folge wäre ein kapitaler Motorschaden.

Probleme mit Heizöl als Treibstoff

Wer Heizöl nutzt, der muss eine schlechtere Zündwilligkeit des Kraftstoffs in Kauf nehmen. Dabei kommt es zudem zu einer Leistungsminderung. Außerdem lagert sich auch mehr Ruß im Motor ab, was zu mehr Verschleiß führt. Aus Gründen der unterschiedlichen Besteuerung ist es zusätzlich verboten, Heizöl als Kraftstoff zu nutzen.

Viel besser wäre es daher, mit HVO Kraftstoff zu fahren. Dieser bietet nicht nur eine hohe Zuverlässigkeit, sondern ist auch nach DIN 590 zugelassen. Auch die Langlebigkeit des Motors wird verbessert HVO Treibstoff des Motors, aufgrund von deutlich weniger Feinstaub.

Elektromobilität

Eine weitere Alternative stellen die Elektroautos dar. Hier gibt es häufig den Nachteil einer geringeren Reichweite. Wie Sie diese beim E-Auto erhöhen können, erfahren Sie in unserem passenden Magazin Artikel zur e-Auto Reichweite.

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