Elektro- und Hybridfahrzeuge haben ihre Vor- und Nachteile.

Beim Blick auf die Preise an der Zapfsäule kann einem schnell angst und bange werden. Denn die Spritpreise klettern schließlich immer weiter in schwindelerregende Höhen. Kein Wunder, dass für viele Autofahrer jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, die private Verkehrswende einzuläuten. Doch sind sich viele Verbraucher noch unschlüssig, ob sie mit einem E-Auto oder Hybrid besser fahren. Lesen Sie deshalb hier den E-Auto Hybrid Vergleich.

Das erwartet Sie in diesem Artikel

(Lesedauer ca. 5 Min.)

Unterschied E-Auto und Hybrid

Elektroautos fahren, wie der Name bereits vermuten lässt, ausschließlich auf Strombasis. Ein Hybridauto hingegen stellt eine Kombination zwischen einem E-Auto und einem konventionellen Auto mit Verbrennungsmotor dar. Es verfügt sowohl über einen Elektro- als auch einen Verbrennungsmotor. Kurze Strecken können bei diesen Autos mit dem Elektromotor bewerkstelligt werden. Geht die Batterieleistung zu Neige, springt der verbaute Verbrennungsmotor an.

Welche unterschiedlichen Hybridautos gibt es?

Prinzipiell gibt es zwei unterschiedliche Klassen von Hybridautos.

Mildhybide

Bei einem Mildhybriden Fahrzeug übernimmt der Elektromotor lediglich eine Hilfsfunktion und besitzt eine Reichweite von maximal 5 km. Die verbaute Batterie wird bei diesen Modellen durch eine Rückgewinnung der Bremsenergie und durch den Verbrennungsmotor gewonnen. Hierdurch ist es möglich, den Verbrennungsmotor immer im optimalen Drehzahlbereich zu betreiben und dadurch Sprit zu sparen.

Plug-in-Hybride

Ein Plug-in-Hybrid wird im Gegensatz zu einem Mildhybrid an der Steckdose geladen und besitzt eine deutlich größere Batterie. Hierdurch sind Fahrten von bis zu 60 km auf elektrischer Basis möglich. Bei entsprechend kurzen Fahrten muss folglich überhaupt kein Sprit getankt werden.

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Hybrid vs. Elektro

Ob ein Elektroauto oder Hybrid die bessere Wahl ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Schließlich besitzen beide Typen Vor- und Nachteile, die vom Interessenten genau abgewogen werden sollten. Dabei kommt es insbesondere auf die individuelle Situation des Käufers an.

Wer beispielsweise in einem Mietshaus wohnt oder keinen festen Stellplatz für sein Auto hat, hat häufig Probleme sein Fahrzeug mit günstigem Strom zu tanken. Denn auch wenn in immer mehr Städten E-Ladesäulen aus dem Boden schießen, ist der dort getankte Strom in den meisten Fällen vergleichsweise teuer. Ein Elektroauto oder Plug-in-Hybrid lohnt sich dann nur selten und Mildhybride sind hier die bessere Wahl. Kann das Auto allerdings zu Hause geladen werden, empfiehlt es sich zumeist, diese Möglichkeit mit einem Plug-in-Fahrzeug oder E-Auto auch zu nutzen.

Unterschied Plug-in-Hybrid und Elektroauto

Der größte Vorteil von Elektroautos besteht in ihren relativ geringen Nutzungskosten auf Grund von

  • einem wartungsärmeren Betrieb
  • günstigen Kraftstoffkosten
  • hohen Kaufprämien
  • THG Quote

Allerdings besitzen sie auch einige Nachteile, die beim Kauf gut abgewogen werden müssen:

  • hohe Anschaffungskosten
  • lange Tankstopps bei weiten Fahrten

Demgegenüber verfügen Plug-in-Hybride über ein gänzlich unterschiedliches Stärken- und Schwächeprofil.

Vorteile von Plug-in-Hybriden

  • geringere Anschaffungskosten

  • kürzere Tankstopps bei langen Reisen

Allerdings verfügen sie aber auch über einige Nachteile

  • Geringere staatliche Förderung des Kaufpreises
  • teurere Wartung
  • häufig höhere Kraftstoffkosten

Hybridautos und Elektrofahrzeuge haben eine unterschiedliche Umweltbilanz.

Was lohnt sich mehr - E-Auto oder Hybrid?

Langfristig gesehen sind Elektroautos in den allermeisten Fällen bezüglich der Kosten einem Hybridfahrzeug überlegen. Denn durch die geringeren Wartungs- und Treibstoffkosten, kann der höhere Anschaffungspreis zumeist überkompensiert werden. Wer allerdings die hohen Anschaffungskosten eines E-Autos nicht aufbringen kann oder will, sollte stattdessen besser zu einem Hybrid greifen. Auch wenn häufiger lange Fahrten geplant sind, können Hybride vorteilhaft sein, da die Dauer der Tankstopps erheblich kürzer ist. Schließlich kann hierbei Kraftstoff an herkömmlichen Zapfsäulen getankt werden. Das vergleichsweise lange warten beim Ladevorgang eines E-Autos entfällt dadurch. Dies bedeutet allerdings im Umkehrschluss nicht, dass ein Elektroauto das Ende aller großen Urlaubsreisen sein muss. Zum einen wird das Netz an Schnellladesäulen derzeit immer weiter ausgebaut. Zum anderen kann es sich auch lohnen, ein kleines und wendiges Elektroauto für den alltäglichen Gebrauch in der Stadt zu kaufen und für lange Urlaubsreisen auf einen Zweit- oder Mietwagen zurückzugreifen.

Wer profitiert besonders stark von E-Autos und Hybriden?

Ein Hybrid Elektroauto mit Plug-in-Technologie oder ein E-Auto sind in ihrem Unterhalt für eine Käufergruppe besonders interessant. Denn wer zu Hause eine Solaranlage hat, hat häufig die Möglichkeit seinen Kraftstoff nahezu gratis zu beziehen. Durch den Rückgang der EEG-Vergütung für Fotovoltaikanlagen, lohnen sich diese insbesondere dann, wenn ein großer Anteil des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden kann. Das Auto mit Solarstrom zu tanken, kann also entsprechend lukrativ sein. Allerdings sollte in solch einem Fall das eigene Nutzungsverhalten vorab genau analysiert werden.

Wer jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fährt, kann dieses logischerweise kaum tagsüber zu Hause laden. Entsprechend müssen in solchen Fällen dann die Speicherkapazitäten der Solaranlage dimensioniert sein, um das eigene Auto auch nachts bei Dunkelheit mit günstigem Solarstrom laden zu können.

E-Auto vs. Hybrid - was eignet sich für Anhänger besser?

Auf dem Markt für Elektroautos gibt es nur sehr wenige Modelle mit einer Anhängerkupplung. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das Ziehen eines Anhängers extrem energieintensiv ist. Mit zunehmender Zuglast sinkt dadurch die Reichweite eines Elektroautos erheblich. So kann eine Reduktion um bis zu 70 % die Folge sein. Trotzdem bieten einige Hersteller entsprechende Versionen ihrer E-Modelle mit Anhängerkupplung an.

Die E-Auto Anhängelast schwankt dabei zwischen 750 kg und 2 Tonnen. Natürlich haben aber auch diese Modelle mit einer entsprechenden Verringerung der Batteriereichweite zu kämpfen. Wer also beispielsweise mit einem Wohnmobil in den Urlaub fahren möchte, sollte besser zu einem Hybridfahrzeug greifen. Denn schließlich können diese Fahrzeuge bei einer langen Fahrt schneller aufgetankt werden. Dem Urlaubsvergnügen steht damit dann nichts mehr im Weg.

Fazit: Wie ist die CO₂-Bilanz eines E-Autos im Vergleich zu einem Hybridfahrzeug?

Wer privat auf ein elektrisches Fahrzeug umsteigt, macht dies in vielen Fällen auch, um einen Beitrag gegen den Klimawandel zu leisten und mit reinem Gewissen mobil zu sein. Deshalb fragen sich viele Kunden auch, ob ein Hybridfahrzeug oder ein E-Auto eine bessere Klimabilanz aufweisen.

Allgemein gilt hierbei die Faustregel, dass ein Auto mehr Emissionen spart, je mehr es mit Strom betrieben wird. Dies bedeutet, dass ein Elektroauto in diesem Punkt einem Hybrid immer überlegen ist. Wer allerdings zumeist nur kurze Strecken mit einem Plug-in-Hybrid fährt und diesen konsequent im Anschluss wieder über die Steckdose auflädt, kann bezogen auf den CO₂-Ausstoß ähnlich gute Werte wie ein E-Auto erzielen. Allerdings sind Hybridautos durch das hohe Gewicht ihrer beiden Motoren schwerer als E-Autos und benötigen somit immer etwas mehr Strom für die gleiche gefahrene Strecke. Wer aus rein ökologischen Gesichtspunkten entscheiden möchte, sollte demnach am besten zu einem reinen Elektroauto greifen. Doch auch mit einem Hybrid kann im Vergleich zu einem konventionellen Verbrenner viel Kohlendioxid eingespart werden.